Rom Reisetagebuch und Reisetipps für wenig Budget

Rom Reisetipps und Reisetagebuch

Da ich zurzeit leider krank auf dem Sofa liege, gibt es heute kein neues DIY von mir, sondern mein Reisetagebuch von Rom, das schon seit langer Zeit auf seinen Einsatz wartet :)

Gleichzeitig eröffne ich meine neue Kategorie “Lifestyle”, in der ich immer wieder neue Ideen und Tipps fürs glücklich sein zeigen möchte. Das ist nämlich das Wichtigste überhaupt! Der heutige Beitrag soll euch Inspiration für eure nächste Reise geben oder euch einfach positiv unterhalten


Unterkunft in Rom

Ich war also Ende April mit meinem Freund unterwegs und wir hatten immer wieder hin und her überlegt, welche Art von Unterkunft wir buchen sollen. Letzten Endes sind wir aus Budget Gründen bei AirBnB gelandet, da es insgesamt doch günstiger und flexibler ist, als ein Hotel.

Unsere Unterkunft war relativ nah (etwa 12 Gehminuten) vom Hauptbahnhof entfernt, was es für uns einfach machte, verschiedene Stadtteile zu erreichen.

Was wir an AirBnB schätzen, ist übrigens der direkte Kontakt zu “Einheimischen”, eine komplette Wohnung mit Küche zu haben und aufgrund dessen, nicht jeden Tag viel Geld für Essen und Trinken ausgeben zu müssen.

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Öffentliche Verkehrsmittel in Rom

Wir nutzten hauptsächlich die Metro, die übrigens nur eine rote und eine blaue Linie (mit einer Abzweigung) hat und somit sehr unkompliziert ist. Es gibt außerdem Busse, die wir eigentlich nie benutzt haben, da wir kurze Strecken zu Fuß gingen und die Tram. Um ehrlich zu sein, habe ich die Tram nicht ein einziges Mal gesehen. Tipp: Gerade deshalb, scheint die Tram aber ein echter Geheimtipp zu sein, da sie selten von Touristen genutzt wird.

Ein Wochenticket für öffentliche Verkehrsmittel gibt es ab 24 €. Tipp: Im Nachhinein hätten wir das gar nicht gebraucht, da wir nur 4 Tage den Hin- und Rückweg mit der Metro gefahren sind und eine Einzelfahrt 1,50 € kostet.

Außerdem gibt es noch den 3-Tage Roma Pass für etwa 34 €, der zusätzlich noch freien Eintritt zu den ersten beiden Sehenswürdigkeiten enthält. Genaueres könnt ihr euch dazu aber hier durchlesen: Details zu Metro, Bus und Tram

 Tag 1: Ankommen

Von den vier Tagen haben wir effektiv drei genutzt, um so richtige Touristen zu sein. Am ersten Tag haben wir erstmal unser AirBnB bezogen, die nahe Umgebung erkundet und Lebensmittel für die kommenden Tage in einem lokalen Supermarkt eingekauft. Da wir wirklich platt vom frühen Flug waren, sind wir auch sehr früh schlafen gegangen, was perfekt für den zweiten Tag war.

Tag 2: Kolosseum, römisches Forum und Palatin Hügel

Der erste Stopp, wie könnte es nicht anders sein, war natürlich am Kolosseum! Das liegt direkt an der gleichnamigen Metro Haltestelle und ist gigantischer als ich es mir je hätte vorstellen können! So ging es mir eigentlich mit allen Sehenswürdigkeiten – alle sind riesig und prächtig

Leider kam hier auch schon der erste Schock. Die Menschenmenge! Ja, wir haben mit Touristen in großen Mengen gerechnet, aber dass es so viele sind, hätten wir wirklich nicht gedacht. Also haben wir uns erst einmal umgesehen und sind entlang des Eingangs der Schlange gefolgt, die gefühlt um das halbe Kolosseum ging. Geschätzte Wartezeit: eine Stunde! Wer jetzt Geld sparen möchte, kann sich hinten anstellen.

Tipp: Gruppentouren. Um allen Schlangen zu entgehen, kann man Gruppentouren buchen, die immer einen Guide dabei haben, der einem die wichtigsten geschichtlichen Fakten erzählt. Das ist teurer als der normale Eintrittspreis, aber für uns hat es sich allemal gelohnt. Denn bei den vatikanischen Museen beispielsweise, wartet man bis zu drei Stunden … Das hängt natürlich auch vom Wetter, der Zeit und dem Reisedatum ab. Abgesehen davon war es ein absoluter Mehrwert, die Guides mit Fragen löchern zu können. Unsere kannten sich sehr gut aus und beantworteten sämtliche Fragen ohne jegliche “ähm”s oder “Weiß ich gerade nicht  …”

Tipp: Man lernt Leute kennen. In unserer 10-köpfigen Gruppe waren Menschen von allen Kontinenten dabei! Das war wirklich beeindruckend: Von Kanadiern über Südafrikaner bis hin zu Chinesen war alles vertreten.

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Bei der Gruppentour des Kolosseums war außerdem noch eine Tour durch das römische Forum und dem Palatin Hügel dabei, was direkt nebenan liegt.

Tipp: Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen relativ nah beieinander, sodass man mit guten Schuhen den ganzen Tag laufen kann und immer wieder etwas Neues entdeckt. Eine Hop-on Hop-off Bus Tour würden wir deshalb eigentlich nicht für nötig empfinden, außer man kann nicht lange gehen.

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Vom römischen Forum ist nicht mehr ganz so viel erhalten, aber man erkennt dennoch das Ausmaß der Fläche. Wenn man bedenkt, dass sich das Areal über den Palatin Hügel zieht, bis hin zum Circus Maximus, wo früher die berühmten Wagenrennen stattfanden, war es wirklich riesengroß! An diesem Tag kam ich wirklich aus dem Staunen nicht mehr raus und bemerkte auch nicht, wie sich mein Sonnenbrand auf der Nase ausbreitete …

Tipp: Sonnencreme mitnehmen!

Tag drei: Vatikanische Museen, Sixtinische Kapelle, Petersdom und Engelsschloss

Der dritte Tag beginnt direkt mit einem weiteren Tipp: Manche Guides bieten an, direkt nach der Tour eine weitere Tour mit 10 % Preisnachlass zu buchen.

Nach der Tour durch das römische Forum gab es dieses Angebot für die vatikanischen Museen, was wir nur empfehlen können, denn als wir am Tag darauf etwa 15 Minuten an einer kilometerlangen Schlange vorbeilaufen konnten, waren wir durchaus dankbar!

Die Museen kann ich trotz des “Schnäppchens” leider nicht besonders empfehlen. Klar, es gibt viele wunderschöne Kunstwerke zu sehen, dennoch war es mehr ein Schubsen und Schieben, statt ein gemütliches Durchschlendern. Wer sich hier wirklich für die Kunst interessiert und sich Beschreibungen durchlesen möchte, sollte auf jeden Fall Geduld mitbringen.

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Auch die sixtinische Kapelle, die man direkt im Anschluss besichtigen kann, war leider eine Zumutung. Sie ist nicht groß genug um solchen Menschenmassen gerecht zu werden. Deshalb wird man regelrecht hindurch geschoben und darf sich nicht lange darin aufhalten. Trotz allem war ich begeistert von Michelangelos Werken an den Wänden. Das sollte man unbedingt gesehen haben, einfach der Wahnsinn! Hier galt übrigens absolutes Kameraverbot

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Zuletzt gelangt man zum Petersdom, wo man vor dem Eingang einen schönen Blick über den gesamten Platz hat.

Tipp: Dort hält übrigens der Papst bei gutem Wetter jeden Mittwoch eine Generalaudienz.

Im Petersdom selbst gibt es wieder jede Menge anzuschauen und man ist überwältigt von Größe und Architektur. Möchte man jetzt noch die Aussicht auf der Kuppel genießen, kostet das nochmal extra Geld und Zeit um anzustehen.

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Das Engelsschloss und die Engelsbrücke befinden sich ganz in der Nähe, weshalb wir noch einen kleinen Abstecher dort hin gemacht haben. Ins Schloss sind wir nicht hinein gegangen, wir haben lediglich dem Treiben zugesehen und die Aussicht am Fluss Tiber genossen.


Tag 4: Monumento a Vittorio Emanuele II, Pantheon und Trevi Brunnen

Wir sind noch einmal bei der Haltestelle Colosseo ausgestiegen, weil wir am zweiten Tag die Quadriga (Vierergespann) von Weitem gesehen hatten und das Monument genauer ansehen wollten. Man könnte hier mit einem Ticket für den Aufzug ganz nach oben, aber man hat auch schon einen ganz schönen Blick von der mittleren Ebene.

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Nicht weit weg befindet sich das berühmte Pantheon, das im Gegensatz zu allen anderen Sehenswürdigkeiten noch fast vollständig erhalten ist. Wenn man bedenkt, dass es etwa 125 n. Chr. fertiggestellt wurde, ist das doch wirklich unglaublich oder? Besonders daran ist die große Kuppel mit einem Loch in der Mitte, durch das die Sonne hinein scheint.

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Ein paar Gassen weiter, findet man plötzlich eine Menschenmasse und fragt sich, was es hier wohl umsonst gibt? Ach ja genau, dahinter muss sich irgendwo der Trevi Brunnen befinden! Da sich dieser zwischen vielen Gebäuden befindet und nicht viel Platz drumherum ist, staut es sich dort dementsprechend. Trotz allem war der Brunnen einen Besuch wert. Er ist wunderschön in Szene gesetzt und man hat das dringende Bedürfnis sich einmal darin abzukühlen

Tipp: Der Brunnen soll bei Nacht sehr schön beleuchtet und weniger besucht sein. 

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Pizza essen in Rom

Eigentlich wollten wir zum Abschluss gemütlich eine original italienische Pizza an einem schönen Platz essen. Doch wie nicht anders erwartet, bezahlt man in der Nähe der Sehenswürdigkeiten 10 € für eine Margherita. Darum haben wir ein bisschen bei Onkel Google gesucht und direkt bei unserem AirBnB um die Ecke eine super Pizzeria gefunden:

Tipp: Pizzeria Formula 1. Sie ähnelt mehr einer Kneipe und ist von Außen nicht besonders einladend. Die Pizza jedoch war traumhaft lecker, günstig und die Bedienung war super freundlich

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Tipp: Google Trips für Reisen

Kennt ihr die Google Trips App? Die hat uns sehr geholfen, bei der Entscheidung, welche Sehenswürdigkeiten wir in Rom an welchem Tag anschauen wollten. Sie erstellt automatisch eine Sammlung der zugehörigen Reiseunterlagen und schlägt entsprechend der Reisedauer verschiedene Touren vor. Außerdem sind dort gleich alle Empfehlungen von Google Maps Nutzern zu sehen, was ziemlich praktisch ist.


Fazit: Kurztrip nach Rom

Ich hoffe, ich konnte euch einen ehrlichen Einblick und ein paar nützliche Tipps zu eurem Rom Urlaub geben! Ich empfehle euch wirklich gutes Schuhwerk und die Google Trips App. Damit seid ihr gut vorbereitet und könnt viele Sehenswürdigkeiten innerhalb kürzester Zeit sehen. Mir haben vier bzw. drei Tage absolut ausgereicht, um die Stadt ein bisschen kennenzulernen. Seid euch vorher im Klaren darüber, dass ihr je nach Jahreszeit viel Anstehen oder etwas mehr für Gruppentouren bezahlen müsst. Mit ein paar Abstrichen und Pausenbroten statt Restaurants, kann man jedoch einen günstigen Rom Urlaub genießen!

Tipp: Wenn ihr auch viel zu Fuß unterwegs seid, empfehle ich euch immer mal wieder in kleine Gassen abzubiegen, denn dort findet man ruhige und wunderschöne Innenhöfe und kleine Parks.

-Maren

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2 Kommentare

  1. Tolle Bilder, Maren!

    1. Danke freut mich, dass sie dir gefallen!

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